Am Fastnachtsonntag besuchen wir die Eiche. So, wie im Januar gab es auch im Februar vereinzelt ein paar Tage mit Schnee. Insgesamt war das Wetter sehr kalt gewesen in den letzten Wochen, tagelang mit Minusgraden.
Bei der Sitzbank gegenüber am Weg überholen uns verkleidete Menchen – ein Erwachsener im Frottee-Anzug, ganz in Gelb gekleidet mit Ohren dran. Er ist auf dem Weg durch den Wald runter nach Irsch: Von dort hört man entfernte Karnevalsmusik, etwas später am Tag wird dort der Fastnachtsumzug beginnen. An der Eiche selbst ist noch keine Änderung in der Erscheinung betreffend des naheneden Frühlings zu sehen. Beim genauen Hinschauen entdecken wir Ansätze von Knospen bei umliegenden Sträuchern. Nur die Haselnusssträucher haben große gelbe Blütenständer – sie Sträucher sind ja neben den Hamamelis die ersten, die etwas Farbe ins Buschwerk bringen.. Wir fragen uns, ob es männliche oder weibliche Blütenstände sind. (Später lesen wir nach: Die gelben, hängenden Blütenstände sind Kätzchen, die männlichen Blütenstände. Weibliche Blüten sind winzig und knospenförmig, kaum sichtbar. Siestehen getrennt auf demselben Strauch.)
Für uns gerät die Borke in den Blick. Sie ist stark gefurcht und verläuft zum Teil wellenförmig am mächtigen Stamm herunter. Einzelne Äste haben sie schon verloren – ob die als abgestorben gelten müssen?


Auf dem Rückweg nehmen wir den längeren Weg – die größere Runde. Eine Zeitlang haben wir den Weg durch die Wiesen nahe der Strase im Blick – eine große Gruppe farbig gekleideter Menschen istauf dem Weg nach Irsch zum Umzug – ich bedaure später, dass ich keine Aufnahme gemacht habe.